Versteckte Artenvielfalt im Gößnitztal

Im Jahr 1995 machte sich ein Forscherteam auf die Suche nach Spinnen, Weberknechten, Heuschrecken & Co in Heiligenblut und fand 316 verschiedene Arten. Dabei konnte auch eine für die Wissenschaft neue Art entdeckt werden. Mehr als 20 Jahre später wird die versteckte Artenvielfalt im Gößnitztal wieder erforscht.

Ausgerüstet mit Keschern, Barberfallen und Bodensieben waren Christian Komposch und sein Team viele Tage im Gößnitztal unterwegs. Eine besondere Herausforderung stellte das Wiederauffinden der Flächen aus dem Jahr 1995 dar. Die Untersuchungsflächen befinden sich großteils im Nationalpark Hohe Tauern. 33 Gelände-Personentage, 8 Bodensiebproben, 80 Barberfallen, 50 Kescherproben, 75 Handfänge das ist die heurige Bilanz des Forscherteams. Auch das Wetter hat perfekt mitgespielt.

  

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„Die Menschenzeit - das Anthropozän“

Verändern wir Menschen die Erde so tiefgreifend, dass eine neue geologische Epoche, das Anthropozän, begonnen hat? Um diese Frage ging es bei einer zweitägigen Tagung des Nationalparks Hohe Tauern und des Vereins ProMÖLLTAL in Großkirchheim am 25. und 26. September. Als Expert/-innen führten die Geographin Heike Egner (Universität Klagenfurt), die Geologen Kurt Stüwe (Universität Graz) und Günther Weixelberger (freier Sachverständiger) sowie der Wissenschaftsjournalist und Buchautor Christian Schwägerl die Teilnehmer in die Thematik ein. 

Nach einer Übersicht durch die Geschichte der Erde und vor allem der Alpen durch den Geologen Stüwe legte Schwägerl, Autor des 2010 erschienenen Buchs "Menschenzeit", die Gründe dar, warum Wissenschaftler wie der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen fordern, unsere aktuelle Erdepoche von Holozän in Anthropozän umzubenennen. "Die Eingriffe in Stoffflüsse etwa beim Stickstoff, die Änderungen an der Evolution und der Klimawandel sind grundlegend, global und langfristig", sagte Schwägerl. Stüwe gab zu bedenken, dass menschliche Veränderungen noch zu kurzfristig sein könnten, um sie abschließend beurteilen zu können.

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6. Symposium zur Forschung in Schutzgebieten vom 2. - 3. November 2017

Anmeldung bis 4. Oktober 2017 hier

At this symposium researchers, protected areas managers, as well as individuals from government, business, non-governmental organizations and the general public, who are interested in protected areas, may present and discuss topics which are highly significant for protected areas and are currently taken up by research. The manifold aspects of the interrelation between protection aims, protected area management and the impacts on nature, society and the regional economy in times of transition form the general thematic base of this international conference, held every four years since 1996.

Six of Austria's most ecologically valuable regions have been designated as national parks. They reflect the great diversity of this Central European country: high mountains, forests, water and riparian marshes, and steppes. Austria is part of two biogeographic regions: the alpine and the continental, and most of the Austrian national parks are part of two important regional networks for protected areas: ALPARC and DanubePARKS. In close cooperation with these regional networks, and supported by scientific institutions, we are looking for entries across the entire geographic region from the Western Alps to the Danube Delta.

Umweltzeichen für Bildung im Nationalpark Hohe Tauern Kärnten

Die neue Nationalparkverwaltung Kärnten trägt seit Kurzem das Umweltzeichen für Bildungseinrichtungen. Nationalparks sind nicht nur Zentren des Naturschutzes, sondern auch der Natur- und Umweltbildung. So ist es für den Nationalpark Hohe Tauern Kärnten eine besondere Freude, für die Aktivitäten in diesem Bereich mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet worden zu sein.

Das Nationalparkzentrum Mallnitz wurde als erste Bildungseinrichtung Kärntens bereits 2012 ausgezeichnet und konnte sich wiederum zertifizieren.
 

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Asylwerber helfen bei Steigsanierung im Nationalpark

Hannes Millgrammer (Mitarbeiter im Nationalpark Hohe Tauern), Alireza Hasanzada und Amin Hosseini (beide Asylwerber aus Afghanistan) sowie Stefan Scharr vom Österreichischen Alpenverein, Sektion Warnsdorf-Krimml.

Im Nationalpark Hohe Tauern ist derzeit Hochsaison – aber nicht nur für die Natur, die sich in voller Blüte und von ihrer lebendigsten Seite zeigt, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Nationalparkverwaltung.

Die einen sind mit der Betreuung der Besucherinnen und Besucher beschäftigt, die anderen mit den notwendigen Geländeerhebungen für das Naturraummanagement und diverse Forschungsprojekte und andere wiederum mit den wichtigen Arbeiten zur Erhaltung der Infrastruktur wie Lehrwege, Gebietskennzeichnung und Informationsstellen.

Unter der Leitung von Stefan Lerch kümmern sich Hannes Millgrammer, Norbert Rendl sowie der Zivildiener Michael Dengg um alles, was im Schutzgebiet handwerkliches Geschick und oft auch großen körperlichen Einsatz erfordert. Bei den Arbeiten zur Sanierung des Windbachtalweges Richtung Krimmler Tauern nach einem Murenabgang hat sich eine Kooperation mit dem Wegebautrupp der Sektion Warnsdorf-Krimml des Österreichischen Alpenvereins ergeben.

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Zehn Jahre Partnerschaft von Ja!Natürlich und Nationalparkschulen

Ja!Natürlich-Geschäftsführerin Martina Hörmer, Nationalparkdirektor Wolfgang Urban und Anna Pecile, Leiterin Bildung und Besucherinformation im Nationalpark.

Die Bedeutung der Biomarke Ja!Natürlich für die heimische Milchwirtschaft im Pinzgau ist unbestritten und in Salzburg bekannt. Weniger bekannt ist, dass sich Ja!Natürlich nicht nur im Marketing auf den Nationalpark Hohe Tauern bezieht und so seine Bekanntheit auch noch zu steigern vermag, sondern auch einen wesentlichen Beitrag für die Nationalpark-Partnerschulen leistet.

"Den heimischen Schulen in der Nationalparkregion sind wir besonders verbunden, wachsen doch hier junge Menschen heran, die sich in ihrem künftigen Leben wahrscheinlich mehr als andere mit der Idee und den Chancen eines Nationalparks direkt vor ihrer Haustüre beschäftigen werden", erklärte Nationalpark-Referentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler heute, Dienstag, 8. August, die schon 2007 entstandene Idee der Nationalpark-Partnerschulen.

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