Nationalpark Hohe Tauern

Auftakt Jubiläumsjahr
50 Jahre Heiligenbluter Vereinbarung und 40 Jahre Nationalpark Hohe Tauern


22. April 2021, Spiegelsaal Klagenfurt

 

 


 

Die Unterzeichnung der Heiligenbluter Vereinbarung im Jahr 1971 war der Beginn   der Umsetzung der Nationalparkidee in Österreich. Mit der rechtlichen Verankerung des Kärntner Anteils des Nationalparks Hohe Tauern am 15. September 1981 wurden weiteren Ausbauplänen für die energiewirtschaftliche Nutzung der Tauernbäche und möglichen Skierschließungen ein Ende gesetzt. Aus dem ursprünglich 195 km² großen Nationalpark im oberen Mölltal entwickelte sich in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol mit insgesamt 1.856 km² der größte Nationalpark im Alpenraum. 

 

50 Jahre Jubiläum „Heiligenbluter Vereinbarung“

Vor 50 Jahren wurde am Fuße des Großglockners ein Meilenstein in der österreichischen Naturschutzgeschichte gesetzt: Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Errichtung eines bundesländerübergreifenden Nationalparks in den Hohen Tauern durch die damaligen Landeshauptleute Hans Sima aus Kärnten, Hans Lechner aus Salzburg und Eduard Wallnöfer aus Tirol am 21. Oktober 1971 in Heiligenblut begann die Nationalparkgeschichte in Österreich. Auf insgesamt 2.391 km² bewahren die sechs österreichischen Nationalparks bedeutende Naturräume. Das entspricht fast 3 % der österreichischen Staatsfläche.

Vorreiterrolle Kärnten

Kärnten war in Nationalparkangelegenheiten Vorreiter. Bestätigt wurde dies im Jahr 2001 durch die internationale Anerkennung des Kärntner Anteils durch die Weltnaturschutzunion (IUCN). Einer Umfrage zufolge ist der Nationalpark Hohe Tauern der bekannteste Nationalpark Österreichs (65% spontan und 85% namensgestützt). Sowohl die heimische Bevölkerung als auch Besucher/-innen wissen den Wert des Nationalparks zu schätzen.

Im Laufe der Jahre ist es gelungen, mit Unterstützung von Bund und Land ein professionelles Nationalparkmanagement aufzubauen, damit die Nationalparkverwaltung die Kernaufgaben Naturraummanagement, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Besucherinformation effizient wahrnehmen kann. Dazu zählt auch die Nationalparkinfrastruktur mit Besucherzentren, Infostellen und Lehrwegen sowie die Installierung eines Nationalpark Rangersystems. „Ein besonderes Anliegen ist mir die Umweltbildung, wozu der Nationalpark eine Vielzahl von Programmen anbietet“, so Nationalparkdirektor Rupitsch.

Da die Nationalparkflächen fast zur Gänze in Privatbesitz sind, waren zahlreiche Verhandlungen notwendig, um alle Beteiligten in das Projekt einzubeziehen. Es ist ein Zusammenspiel aus Natur und den Bewohner/innen, Grundbesitzer/innen, Besucher/innen, der Verwaltung und der Behörden, der Politik und der Naturschutzorganisationen in all ihren unterschiedlichen Facetten und Zielvorstellungen, von privater, touristischer bis wirtschaftlicher Nutzung. Langfristig gesehen ist eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung für den Erfolg eines Nationalparks unumgänglich.

Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen, wo Klimawandel, Umweltverschmutzungen und die neuerliche Pandemie unseren Alltag fest in Griff haben, haben wir den Wert einer intakten Natur- und Kulturlandschaft schätzen gelernt - sowohl die heimische Bevölkerung als auch Besucher/-innen. Der Erhalt dieser besonderen Landschaft erfordert eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass unsere einzigartige Nationalparkgeschichte auch nach 40 Jahren fortgeschrieben wird.


Jubiläumsjahr Veranstaltungen


Im heurigen Nationalpark-Jubiläumsjahr sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, unter anderem eine Festveranstaltung am 23. Oktober 2021 in Heiligenblut. Die Nationalparkverwaltungen des Nationalparks Hohe Tauern informieren dazu rechtzeitig in ihren Informationskanälen unter:

www.hohetauern.at
https://www.instagram.com/nationalpark__hohetauern/
https://www.facebook.com/Hohe.Tauern

 

 



Geschrieben von
Kathrin Egger

22.04.2021