Nationalpark Hohe Tauern

Wanderung zur Virger Sonnseite


Durchaus steil starten wir am Kreuzweg von Marin hinauf zum ältesten Sakralwerk des Virgentales, der Allerheiligenkapelle. Anfangs durch einen für die Region so typischen Fichtenwald. Mit zunehmender Höhe mischen sich immer mehr Lärchen dazu, die schließlich auch die obere Waldgrenze bilden.
Aus dem Wald heraus geht es durch äußerst artenreiche Bergwiesen zur Gottschaun-Alm. Links und rechts vom Steig blühen Arnika, Enzian, Türkenbundlilie, zahlreiche Orchideen und weitere bekannte Alpenpflanzen. Ein Paradies der Artenvielfalt.

Angekommen auf der Gottschaun-Alm und Schmiedler Alm werden wir für unsere Schweißperlen belohnt: Die dortigen Hütten verwöhnen uns mit selbstgemachten Köstlichkeiten und wir genießen den atemberaubenden Blick in die gegenüberliegenden Berge. Den Nilbach querend folgen wir nun den schmalen Weg zur Niljoch Hütte, der sich durch Büsche und Alprenrosen bahnt. Ab hier beginnen wir ins Tal abzusteigen. Es gibt mehrere Varianten und wir entscheiden uns für den kürzesten Weg. Das Nital entlang hinunter nach Obermauern führt uns zur wunderschönen Wallfahrtskirche Maria Schnee - ein Besuch lohnt sich allemal. Alternativ geht es am Waldrand entlang wieder talauswärts bis nach Marin. An diesem letzten, aber sehr empfehlenswerten Wegabschnitt sind ökologisch besonders wertvolle und durchaus selten gewordene Trockenrasen zu sehen, in denen auch der hochgiftige Sebenstrauch (Juniperus sabina) wächst.

Wir hoffen, ihr habt die Wanderung genossen. In diesem Sinne: Bis demnächst im Virgental!



Geschrieben von
Martin Kurzthaler

24.05.2022