Nationalpark Hohe Tauern

Sympoisum und Festveranstaltung
100 Jahre Albert Wirth


Vor 100 Jahren verkauften die Schwestern Aicher v. Aichenegg dem Alpenverein die gesamte Pasterze, den schönsten und längsten Gletscher der Ostalpen, und ihre Randerhebungen mit dem höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Den Kaufpreis dafür stiftete der Holzindustrielle Albert Wirth, der damit den Grundstein für die Errichtung des ersten Österreichischen Nationalparks legte. Seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass dieses eindrucksvolle Gebiet samt Großglockner und Pasterze nicht an einen Bodenspekulanten verkauft wurde. Durch die konsequente Haltung des Alpenvereins konnten weitere Erschließungspläne verhindert werden.


Vor genau 100 Jahren hat der Holzindustrielle Wirth, der einfaches Mitglied der AV-Sektion Villach war, den Verkauf des insgesamt 4.072 ha großen Areals im Bereich des Großglockners an den damaligen Deutschen und Österreichischen Alpenverein vermittelt. Wirth hatte den Wert der einzigartigen Hochgebirgslandschaft erkannt und wollte sie für künftige Generationen bewahren. Im Österreichischen Alpenverein sah er dabei einen wichtigen Verbündeten. Dass die Angst vor der Zerstörung des Ökosystems nicht von ungefähr kam, zeigen Pläne, die Anfang des 20. Jahrhunderts gewälzt wurden. Da war von Hotels, Seilbahnen, Straßen und Parkplätzen die Rede. Um diese Idee zu verhindern, richtete die Fachstelle für Naturschutz des Landes Kärntens 1932 die dringende Empfehlung an den Alpenverein, der Unterschutzstellung dieser Flächen zuzustimmen. Seit 1935 ist das dem Alpenverein gehörende Areal Naturschutzgebiet. Damit war auch der erste Schritt auf dem Weg zum Nationalpark Hohe Tauern getan.

Zum 100-jährigen Jubiläum findet am 5. November 2018 im Bambergsaal Villach ein Symposium und eine Festveranstaltung statt. pdf"Einladung - 100 Jahre Schenkung Albert Wirth"

 



Geschrieben von Elfriede Oberdorfer
10. Oktober 2018

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