Pilotprojekt zum Zusammenleben von Nutztieren und Beutegreifern - Herdenschutzhunde in der Nationalparkregion

Die 44. Arbeitssitzung des Tiroler Nationalparkkuratoriums Hohe Tauern unter dem Vorsitz von Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe führte zu interessanten Ergebnissen für die Osttiroler Nationalparkregion: Die finanzielle Ausstattung kann gehalten und teilweise verbessert werden, sowie ein Pilotprojekt mit Herdenschutzhunden gestartet werden.

 

 

„Es ist uns gelungen die Mittel für den Nationalpark zu erhöhen“, zeigt sich die für den Nationalpark zuständige Landesrätin Ingrid Felipe erfreut. Im Detail stehen 28.000 Euro zusätzlich für den sogenannten Nationalparkrat, für länderübergreifende Projekte des Nationalparks Hohe Tauern, zur Verfügung. Des weiteren 37.000 Euro für Wissenschaft und Forschung, sowie 100.000 Euro für Almzertifizierungen aus dem Naturschutzfonds. Mit Jänner 2014 wird Tirol mit Landesrätin Ingrid Felipe für 2 Jahre den Vorsitz des Nationalparkrats, der länderübergreifenden Einrichtung des Nationalparks Hohe Tauern, übernehmen.

Ein weiteres Schwerpunktthema im Rahmen der Sitzung stellte das Pilotprojekt zum Herdenschutz mit Herdenschutzhunden und Hirtenhunden dar. „Projekte wie dieses sind von großer Bedeutung für das zukünftige Zusammenleben von Nutztieren und Beutegreifern wie Bär, Luchs und Wolf“ betont Johann Georg Höllbacher, Leiter der nationalen Beratungsstelle Herdenschutz. Aufgabe des Pilotprojekts ist diese alte Form des Herdenmanagements wieder einzuführen und zu testen – nicht zuletzt als pro-aktive Maßnahme für den Umgang mit den zunehmend in Europa wieder heimisch werdenden Beutegreifern. Erfahrungen und Know-How wurden seitens der nationalen Beratungsstelle Herdenschutz aus Nachbarländern wie Italien und der Schweiz gesammelt. Im Rahmen des Pilotprojekts werden auf Hochweiden im Bereich des Kalser Dorfertals kommenden Sommer ca. 1200 Schafe von Herdenschutzhunden und Hirtenhunden begleitet – gemeinsam mit Hirten, die bereits Erfahrungen in der Schweiz gesammelt haben.

Der Einsatz von Herdenschutzhunden erfordert auch eine gewisse Rücksicht durch Wanderer und Bergsteiger. Seitens der Nationalparkverwaltung werden entsprechende Verhaltenshinweise veröffentlicht und vor Ort anhand von Infotafeln vermittelt.

Beilage: Infofolder Herdenschutz und Verhaltensregeln

Bildnachweis:

  • Herdenschutz_Kuratorium2013_cNPHT_Jurgeit (4).JPG: V.l.n.r. Hermann Stotter, LHStv. Ingrid Felipe und Johann Georg Höllbacher. © NPHT/Jurgeit
  • Herdenschutz_Kuratorium2013_cNPHT_Jurgeit (5).JPG: V.l.n.r. Hermann Stotter, LHStv. Ingrid Felipe und Johann Georg Höllbacher. © NPHT/Jurgeit
  • Rückfragen:

    Mag. Florian Jurgeit

    Nationalparkverwaltung Tirol

    0664-2516136

    florian.jurgeit@tirol.gv.at

     

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