Die bei der Landnutzung anfallenden Steine nutzte man zur Errichtung von Einfriedungen in Form von Klaubsteinmauern, die zugleich als Vorratsquelle für den Wege-, Bach- und Hausbau dienten. Entlang dieser Mauern siedelten sich Gehölze an, die vielfältig genutzt wurden – etwa zur Gewinnung von Wertholz, Futterlaub oder Brennholz aus Stockausschlägen.
Daraus entstanden strukturreiche Heckenlandschaften mit Schneitelbäumen, die einen hohen ökologischen Wert besitzen: Sie bieten Lebensräume für Vögel, Insekten, Fledermäuse sowie Reptilien und Amphibien, und ihre Blätter, Blüten und Früchte fördern die Biodiversität und dienen als Nahrungsquelle. Klaubsteinmauern schaffen Rückzugsorte für wärmeliebende Arten und Pflanzen. Die traditionelle, nachhaltige Nutzung formte so ökologisch wertvolle Landschaftselemente, die als Trittsteinbiotope den Gesamtlandschaftshaushalt stärken und zur Klimaanpassung beitragen. Das Seminar vermittelt Wissen über die pflegliche Nutzung der Heckengehölze und Schneitelbäume entlang der Klaubsteinmauern und deren Bedeutung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Anhand des Vergleiches von Beispielen bei der Flurbegehung am Betrieb von Peter Noisternig in Obervellach werden dahingehend praktische Erläuterungen ausgeführt.
Vortragender:
Michael MACHATSCHEK| Forschungsstelle f. Landschafts- und Vegetationskunde,
Oberhaag
Hinweis:
Die Veranstaltung gilt als Weiterbildung für die Maßnahme „Regionaler Naturschutzplan
(RNP)“ und „Naturschutz auf der Alm (NATAlm)“ im ÖPUL 2023-2028.
Bitte bei Anmeldung Betriebsnummer bekannt geben.








