Das Handwerk des Trockensteinmauerns zählt zu den natürlichsten, nachhaltigsten und - erstaunlicherweise – dauerhaftesten Bautechniken der Menschen. Es wird seit über 7000 Jahren praktiziert und ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Auf den Almen im Nationalpark Hohe Tauern findet man noch zahlreiche Trockensteinmauern als Weide- und Feldbegrenzung, welche heutzutage nur noch selten errichtet werden. Arbeitsintensiv, aber kostengünstig herzustellen, entpuppen sich diese stabiler als Beton und gleichzeitig als ästhetische Biodiversitäts-Hotspots: in den Ritzen des Mauerwerkes tummeln sich unzählige Tiere und es gedeihen besonders angepasste Pflanzenarten.
Zentrales Element des Seminars bildet ein praktischer Teil, in dem die Bautechnik an einer lokalen Trockensteinmauer erklärt und geübt wird. Ein Abendvortrag über ihre Bedeutung für Natur, Kultur und Landwirtschaft möchte das Bewusstsein für dieses wertvolle Kulturgut schärfen, im Besonderen auch für die lokale Bevölkerung.
Vortragende:
Kristina EDER |Ökologin, Angath
Andreas RAUCHEGGER | Kulturhistoriker, Abfaltersbach
Rainer VOGLER | Trockensteinmauer-Schule Österreich, Krems
Gregor WURNITSCH | Trockensteinmauerexperte, Virgen
Hinweis:
Für die praktischen Arbeiten an der Mauer sind wetterfeste Kleidung, Arbeitshandschuhe,
feste Schuhe, Sonnenschutz, Jause und Getränk mitzubringen. Wetterbedingte
Änderungen vorbehalten.








