Die Alpenpässe im Nationalparkgebiet wurden bereits in der Römerzeit als Übergänge errichtet und im Mittelalter von den Bergbauern als Handelswege im Nebenerwerb genützt. Das Wort „Saum“ bedeutet Last, die die Tragtiere auf ihrem Saumsattel transportierten. Mit bis zu 150 Kilogramm beladen, legten die Säumer bis zu 35 Kilometer pro Tag zurück. Mensch und Tier trotzten Schnee, Sturm und Kälte und nicht jede Überquerung endete glücklich. Über Jahrhunderte bedeutete der Saumhandel ein wichtiges, zusätzliches Einkommen für die Bergbevölkerung und prägte Kultur und Landschaft der Region bis heute. Die 2-tägige Exkursion mit Hüttenübernachtung und Haltepunkten an historischen Stätten der Säumer führt über den Felbertauern in eine vergangene Zeit, in der Mut, Ausdauer und Handelssinn den Jahresrhythmus vieler Bergbauernfamilien bestimmten.
Vortragende:
Barbara LOFERER-LAINER | Verein Felbertauernsamer, Mittersill
Waltraud MOSER-SCHMIDL | Archäologin, Mittersill
Hinweise:
Für die hochalpine Exkursion sind sehr gute Kondition (1.300 Höhenmeter), Trittsicherheit
und entsprechende Ausrüstung erforderlich, d. h. wetterfeste Kleidung, knöchelhohe,
feste Bergschuhe mit guter Profilsohle, Sonnenschutz, Jause und Getränk
sind mitzubringen. Wetterbedingte Änderungen vorbehalten.
Für den Bustransfer vom Matreier Tauernhaus bis zum Hintersee bitte 20,- EUR pro
Person in bar mitnehmen. In Kooperation mit dem Salzburger Nationalparkfonds.








