Schützenswerte Blüher im Nationalpark.
Eine kleine Auswahl unserer Alpenblumen zum Download, welche teilweise oder streng geschützt sind. Ohnedies sind die Alpenpflanzen eine Besonderheit, welche aufgrund ihres Standortes/Lebensraumes so augezeichnet gedeihen. Im heimischen Garten finden sie diese Voraussetzungen nicht.
Wie in einem botanischen Garten präsentieren sich im Nationalpark Hohe Tauern die schönsten Blumen der Alpen. Die wichtigsten 200 Arten werden in diesem Buch porträtiert.
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Im Gegensatz zum bekannten Gelben Hahnenfuß hat der Gletscher-Hahnenfuß zarte weiße Blüten. Diese Pflanze hat sich im Lauf der Evolution perfekt an hochalpine Schuttfluren angepasst. Mit zwiebelartig verdickten Wurzelstöcken versucht sie der Bewegung des Gerölls standzuhalten. Die Stängel, die immer wieder aus dem Schutt ragen, bilden kräftige Bündel und stabilisieren so das Geröll.
Der Rudolphi-Steinbrech ist eine echte Besonderheit. Er ist sehr selten und kommt auf ausgesetzten, hochalpinen Schuttfluren und auf Felsen – meist Kalkglimmerschiefer - vor. Die Blüten leuchten Purpurrot. Wie der Gegenblatt-Steinbrech bildet der Rudolph-Steinbrech kompakte Polster, nur noch etwas dichter und härter. Typisch sind die Kalkablagerungen an den winzigen grünen Blättern. Der Steinbrech hat sehr lange Wurzeln, um sich in Felsspalten gut zu verankern. Die Blütezeit ist von April bis Juli.
Die Familie der Enziangewächse umfasst 300 bis 400 Arten. Im Nationalpark Hohe Tauern ist der große, dunkelblau blühende Bayerische Enzian (Gentiana bavarica) ebenso heimisch wie der Frühlingsenzian (Gentiana-verna), der im Volksmund auch „Schusternagl“ heißt. Die kleinen azurblauen Blüten blühen je nach Höhenlage zwischen März und August. Der Echte Alpen Enzian (Gentiana clusii) gehört wie der Kochscher Enzian (Gentiana acaulis) zu den Glocken-Enzianarten.