Nationalpark Hohe Tauern

Der Alpensalamander
- ein lackschwarzer Gnom


Ja, geheimnisvoll ist er, lebt versteckt und lässt sich kaum sehen. Einheimische nennen ihn „Regenmandl“ weil er unter Tags eigentlich nur herauskommt aus seinem Versteck wenn es nach tagelanger Trockenheit bald wieder regnet. Das Regenmandl kündigt Regen an.

Alpensalamander c Solvin Zankl

Er ist wohl eines der interessantesten Tiere in den Hohen Tauern. Der Alpensalamander gehört zu den Amphibien. Man möchte also meinen, dass er einen Teich oder zumindest einen Tümpel braucht um sich fortzupflanzen. Also Laichballen, Laichschnüre ... eben wie andere Amphibien. Er aber nicht.
Der Alpensalamander ist das einzige Amphibium Europas das „lebendgebärend“ ist. So ganz richtig ist das aber nicht. Die jungen Alpensalamander durchleben die Phasen ihrer Entwicklung genau so wie Frösche, Kröten usw. es im Teich machen... aber sie machen es im Mutterleib und stellen erst kurz vor der Geburt von Kiemenatmung auf Lungenatmung um. Dabei sind es immer nur zwei Junge, die eine Alpensalamander-Mutter zur Welt bringt. Sofort nach der Geburt sind die Jungen eigenständig und gehen ihre eigenen Wege. Und das gar nicht friedlich, sie sind eigentlich nachtaktiv, was sie an Insekten, Larven oder Würmer finden, wird gefressen. Andereseits sind sie selber keine gute Beute, die schwarzglänzende Haut ist giftig, Fressfeinde gibt es nicht.

Sie scheinen sich in ihrer Umgebung auszukennen, wechseln den Aufenthalt nach Bedarf. Die Mutter hat eine extrem lange Tragezeit, eigentlich die längste im Bereich der Wirbeltiere. Je nach Höhenlage – und in den Hohen Tauern kann das bis zu 2.400 m sein – brauchen sie vier bis fünf Jahre um die Jungen dann zu gebären.

Zum Vergleich: Eine Elefantenmutter braucht dazu „nur“ 22 Monate, also knapp zwei Jahre.


Geschrieben von
Martin Kurzthaler

02.04.2021
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