Am 10. Oktober 2026 findet wieder der Internationale Bartgeier-Zähltag statt. Naturinteressierte sind eingeladen, im österreichischen Alpenraum nach Bartgeiern Ausschau zu halten und ihre Beobachtungen zu melden. Jede Sichtung hilft dabei, die Entwicklung des Bartgeierbestands und die erfolgreiche Wiederansiedlung der Art in den Alpen zu dokumentieren.
Bartgeier gehören zu den imposantesten Bewohnern des Hochgebirges. Seit Beginn ihrer Wiederansiedlung im Jahr 1986 haben sie in verschiedenen Regionen der Alpen wieder eine neue – und zugleich alte – Heimat gefunden. Auch im österreichischen Alpenraum bestehen in verschiedenen Gebirgsgruppen gute Chancen auf eine Bartgeier-Sichtung. Neben den 14 heimischen Bartgeier-Paaren fliegen auch junge Bartgeier aus den Zentral- und Westalpen nach Österreich, um nach Artgenossen zu suchen.
Um möglichst genau zu erfassen, wie sich der Bartgeierbestand entwickelt, findet jedes Jahr im Herbst der Internationale Bartgeier-Zähltag statt. Dabei zählt jede Beobachtung!
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, im Zeitraum rund um den Zähltag in einem frei gewählten Gebiet nach Bartgeiern Ausschau zu halten.
Der Schwerpunkt der Beobachtungen liegt auf Samstag, dem 10. Oktober 2026. Zwischen 09:00 und 15:00 Uhr wird gezielt nach Bartgeiern gesucht. Die Beobachtungszeit sollte dabei möglichst mindestens den Zeitraum von 10:00 bis 14:00 Uhr abdecken.
Auch in den darauffolgenden Tagen können Bartgeier noch bis einschließlich 17. Oktober für die Zählung gemeldet werden!
Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern und seinem langen, keilförmigen Schwanz besitzt der Bartgeier eine unverwechselbare Silhouette. Dadurch lässt er sich gut von anderen großen Vogelarten unterscheiden.
Junge Bartgeier zeigen in den ersten Lebensjahren ein eher dunkles Gefieder. Mit zunehmendem Alter verändert sich die Färbung und wird immer kontrastreicher. Besonders auffällig ist dabei das orangefarbene Gefieder am Rumpf.
Ausgewilderte Bartgeier tragen zudem eine weiße Gefiedermarkierung, die durch gebleichte Federn entsteht. Sie kann dabei helfen, einzelne Tiere zu identifizieren.
Bei trockener Witterung bestehen gute Chancen auf eine Bartgeier-Sichtung vor allem im Bereich zwischen den Hohen Tauern und den Ötztaler Alpen sowie in den angrenzenden Gebirgsgruppen Nordtirols und Vorarlbergs.
Also: Fernglas einpacken, Augen 👀 offen halten und den Blick immer wieder über die Bergwelt schweifen lassen!
Für die Beobachtung empfehlen wir, Fernglas, Fotoapparat und Schreibutensilien mitzunehmen. So können mögliche Sichtungen möglichst genau dokumentiert werden.
Bei einer Bartgeier-Meldung sind folgende Angaben besonders hilfreich:
- Datum und Uhrzeit
- Dauer und Ort der Beobachtung
- Flugrichtung
- Gefiederfärbung
- mögliche Flügelmarkierungen
- Fotos oder Videos
Dann freuen wir uns über die Meldung!
Bitte sendet die Beobachtung möglichst mit den oben genannten Informationen an
Mit eurer Unterstützung leistet ihr einen wichtigen Beitrag zum österreichischen Bartgeier-Monitoring.
Also: Augen auf, Fernglas raus und gemeinsam Bartgeier zählen!
