Nationalpark Hohe Tauern

20 Jahre Gletscherforschung am Äußeren Mullwitzkees


Die Langzeitforschung am Äußeren Mullwitzkees in der Venedigergruppe im Nationalpark Hohe Tauern feiert 2026 ihr 20-jähriges Jubiläum. Das im September 2006 gestartete Projekt wird vom Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) durchgeführt und liefert wertvolle Klimadaten aus den Ostalpen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Gletscherforschung am Mullwitzkees

Dramatischer Gletscherschwund:
Die Messungen zeigen eine anhaltend negative Massenbilanz. Allein im Massenhaushaltsjahr 2023/2024 verlor der Gletscher rund 4,185 Millionen Kubikmeter Eis.

Mullwitzkees Messtabelle

Abspaltung von Gletscherteilen:
2023 trennte sich das Zettalunitzkees, der ehemals südliche Teil der Gletscherzunge, vollständig vom Äußeren Mullwitzkees.

Präzise Messmethoden:
Ablationsstangen, Schneeschächte und Sondierungen ermöglichen die genaue Erfassung des winterlichen Massenzuwachses und des sommerlichen Eisverlusts.

Forschung zum Klimawandel:
Das Mullwitzkees dient als wichtiger Indikator für die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf alpine Gletscher.
Die über zwei Jahrzehnte erhobenen Daten fließen in Gletschermodelle ein und helfen, die zukünftige Entwicklung der Ostalpengletscher abzuschätzen.

zu den Detailberichten auf parcs.at



Geschrieben von
Martin Kurzthaler

28.10.2026