Nationalpark Hohe Tauern

Podcast Aufgehorcht #007: Wie aus Widerstand Vertrauen wuchs Die turbulente Entstehung von Österreichs erstem Nationalpark


#007: Wie aus Widerstand Vertrauen wuchs

Transkript

Kurzfassung

Die Entstehung des Nationalparks Hohe Tauern war alles andere als selbstverständlich: Jahrzehntelang rangen Tourismus- und Wasserwirtschaft, die Bauern, die Politik und Naturschutzorganisationen um die Zukunft der Region. Zwischen Angst vor Verboten, heftigen Konflikten und großen Visionen entstand schließlich eines der bedeutendsten Schutzgebiete Europas – ein Modell, welches über Österreich hinauswirkt.
Zeitzeuge Friedl Schneeberger: „Alle Skeptiker haben gesagt, mit einem Nationalpark wird überhaupt alles abgewürgt und verboten. Vom Jagdverbot über Bewirtschaftungsverbot bis Betretungsverbot. Es wird also alles unter eine Käseglocke gestellt und wir seien dann ein Indianerreservat, so ähnlich wie man es von Erzählungen aus Amerika gekannt hat.“

Diese Folge erzählt die Geschichte der Hohen Tauern – ehrlich, konfliktreich und überraschend aktuell.

Interviewpartner
Max Rauscher, ehem. Landesrat Kärnten
Friedl Schneeberger, ehem. Grundbesitzervertreter, Tirol
Liliana Dagostin, Leiterin Raumplanung & Naturschutz, ÖAV
Hermann Stotter, ehem. Direktor Nationalpark Hohe Tauern Tirol

Shownotes
Folge: Die Entstehung des Nationalparks Hohe Tauern
Podcast: Aufgehorcht
Der Nationalpark Hohe Tauern ist heute ein internationales Vorzeigeprojekt – doch sein Weg dorthin war lang und konfliktreich.
In dieser Folge blicken wir zurück auf die entscheidenden Jahrzehnte seiner Entstehung:

Darum geht’s in dieser Folge
Die Heiligenbluter Vereinbarung (1971) als politischer Startpunkt
Warum viele Menschen anfangs große Angst vor Verboten hatten
Der Konflikt zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Wasserkraft
Wie Überzeugungsarbeit statt Zwang zum Erfolg führte
Die Rolle von Pionieren wie August Prinzinger, Albert Wirth und dem Alpenverein
Warum der Nationalpark heute ein international anerkanntes Erfolgsmodell ist

Zeitzeugen erzählen von:
Skepsis und Widerstand in der Bevölkerung
Persönlichen Angriffen und politischen Spannungen
Mutigen Entscheidungen für den Schutz der Natur
Dem schwierigen Spagat zwischen Nutzung und Erhaltung

Zentrale Konflikte
Wasserkraftprojekte vs. unberührte Natur
Eigentumsrechte vs. Schutzgedanke
Emotionen, Fake News und Misstrauen
Warum das heute noch relevant ist
Würde ein Projekt dieser Größenordnung heute noch gelingen?
Was wir aus den damaligen Konflikten lernen können
Warum Naturschutz ohne Akzeptanz nicht funktioniert

Fazit
Der Nationalpark Hohe Tauern ist mehr als ein Schutzgebiet:
Er ist ein Beispiel dafür, wie aus Widerstand Vertrauen wachsen kann – und wie nachhaltige Lösungen entstehen, wenn Menschen miteinander reden statt gegeneinander arbeiten.

 


Geschrieben von
Helene Mattersberger

01.04.2026